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Ferrari Fahren

Er hat das Image, er sei rot. Und oft ist er das auch. Was er aber vor allem und immer ist: kräftig. Der Ferrari ist nicht einfach nur ein Auto, er ist vielmehr ein Mythos. Über ihn wurden Bücher geschrieben, Bildbände in schier unübersehbarer Anzahl veröffentlicht. Er ist der heimliche Hauptdarsteller vieler Filme und

schmückt nicht selten ganze Wände von Zimmern, in denen Autoliebhaber von ihm träumen. In einen Ferrari zu steigen, kommt einer majestätischen Bewegung gleich, ihn zu fahren bedeutet Glück und Freude pur. Viele andere Hersteller von Sportautos haben versucht, an ihn heranzureichen. Und selbst wenn es Modelle gab und gibt, die in seine Nähe kommen, mit ihm auf Augenhöhe zu sein, ist letztlich keinem gelungen. Wer auf die Idee kommt, an einer roten Ampel ein kleines Kräftemessen mit dem Nachbarn zu veranstalten, sollte darauf achten, dass das Nachbarauto möglichst kein Ferrari ist, denn dann stehen die Vorzeichen schlecht. Jedes einzelne Modell hat seinen ganz eigenen Reiz, aber alles ist eines gemeinsam: das Kribbeln im Bauch beginnt bereits, wenn der Ferrari sich noch keinen Meter bewegt hat. Legt man dann den ersten Gang ein und fährt los, türmen sich Kräfte unter einem auf, die ihresgleichen suchen. Der Ferrari muss mit jeder Fahrt neu beherrscht und gezähmt werden, seine Beschleunigung und sein Tempo lassen alles andere um sich herum schnell vergessen. Heckspoiler oder ähnliche Extras, mit denen andere Sportwagen schon einmal aufgepeppt werden, braucht der Ferrari übrigens nicht, im Gegenteil sie würden seine sportliche Eleganz und Formvollendung eher stören. Und was es bedeutet, ihn zu fahren, kann man mit Worten nicht umschreiben, man muss es einfach erleben.