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Wettbaggern

Mikado ist etwas für kleine, ruhige Hände? Das stimmt nur noch bedingt, denn man kann auch auf eine ganz andere Art und Weise Mikado spielen. Bagger-Mikado erfordert zwar auch Geschick, aber auf eine andere Art. In diesem Wettbewerb geht es darum, möglichst viele Mega-Stäbchen in einer bestimmten Zeitvorgabe zu stapeln.

Wackeln ist dabei ausdrücklich erlaubt, und wenn es sein muss, darf auch die Erde beben. Gespielt wird in zwei Runden, nach der Ersten werden die Bagger getauscht. Der Reiz des Spiels wird noch einmal zusätzlich dadurch erhöht, dass das eine Bagger-Modell mit Schaufel ausgestattet ist, das andere dagegen mit Greifarmen. Etwas rustikaler geht es bei einem anderen Wettkampf von Baggern zu.

Hier gilt es, zwei verschiedene Aufgaben zu lösen. Da es sich um durchaus anspruchsvolle Aufgaben handelt, erhalten die Wettstreiter je 30 Minuten Zeit vor Beginn des Spiels, um sich auf die technischen Finessen der Bagger vorzubereiten. Der eigentliche Baggerwettbewerb, der auf größeren Baggern gespielt wird, ist unterteilt in zwei Disziplinen. Entscheidend ist neben der Geschicklichkeit, die erforderlich ist, um die Aufgabe zu lösen, auch die Zeit. Für die Nerven ist das eine überaus anstrengende Angelegenheit, denn ein Blick herüber zum Konkurrenten lässt die einen cool und gelassen weiter machen, andere dagegen werden sichtlich nervös, was die Sache nicht unbedingt erleichtert.

Wer sich bei der Vorübung schon majestätisch gefühlt hat, wird beim Hauptwettkampf voll auf seine Kosten kommen. Denn das eigentliche Ereignis findet auf gigantischen 200-Tonnen-Baggern statt. Die kraftvollen Riesen verfügen über 12 Zylinder und 1200 PS. Da kann einem schon einmal schwindelig werden.

Baggerfahren bei Jochen Schweizer