dabbel.de

House Running

Während die einen dazu neigen, schon einmal die Wände hoch zu gehen, steht anderen der Sinn nach dem Gegenteil. Beim House-Running geht es nicht nach oben, sondern in die entgegengesetzte Richtung.

Natürlich muss man vorher hoch, das ist klar. Aber schon während des Aufstiegs kann man sich ein geistiges Bild davon machen,


was gleich auf einen zukommt. Mit einem sicheren Gurt ausgestattet und in Höhen, die durchaus um die 60 Meter erreichen können, kann man mit dem sogenannten "Face down" geradezu spüren, wie sich der Adrenalinspiegel erhöht. Der Blick in die Tiefe ist ein Schauspiel, das noch lange nachwirken wird, insbesondere wenn man weiß, dass man diese senkrechte Strecke gleich spinnengleich nach unten laufen wird. Nicht wenige von denen, die die Herausforderung des House-Runnings suchen, machen eine Erfahrung, mit der sie nicht unbedingt gerechnet hätten: sie kehren um. Das Hinabsehen in die Tiefe kann durchaus zu einer abrupten Änderung des Plans führen. Die Überwindung des inneren Schweinehundes gelingt daher nicht jedem, wenn er in die Tiefe blickt. Wer sich aber überwindet und losläuft, wird es sicher nicht bereuen.

Der vertikale Spaziergang erzeugt neben einer gehörigen Portion Adrenalin auch jede Menge Glücksgefühle. Und wer das einmal erlebt hat, will es immer wieder haben. House-Running ist inzwischen in vielen Orten möglich. Einige Städte sind beispielsweise Berlin, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Offenbach (Frankfurt am Main) oder München. Aber auch über die Ländergrenze hinaus findet das House-Running eine große Fangemeinde. In Österreich, Zürich und der Schweiz sind die vertikalen Jogging-Läufe ebenfalls außerordentlich beliebt.