Braukurs
Zeit nehmen sollte. Wer halb verdurstend schon einmal ein Bier fast in einem Schluck in seinen Rachen hat fließen lassen, der wird besonders aufmerksam verfolgen, wie das edle Gesöff entsteht. Die hohe Kunst des Bierbrauens besteht nämlich aus so filigranen Techniken wie Maischen, Läutern und Kochen. Und wer sich darunter nicht viel vorstellen kann, sei getröstet. Genau um diese Details zu erleben, besucht man ja einen Braukurs. Die Braumeister versorgen ihre Schüler übrigens neben der praktischen Arbeit, die sie erlernen, auch mit weiteren interessanten Aspekten. So erfährt man viel über geschichtliche Daten, knallharte Fakten und allerlei, zum Teil auch skurrile, Geschichten, die sich um das Thema Bier herum gebildet haben. Der Braumeister gibt es in der Regel keine Ruhe, bis nicht auch der letzte Wissensdurst gelöscht worden ist. Brauen macht auch hungrig, und so ist es der ganzen Sache sehr dienlich, wenn während der Arbeit auch Leckereien vom Buffet zur Verfügung gestellt werden, um sich ordentlich stärken zu können. Irgendwann geht auch der schönste Tag eines Braukurses einmal zu Ende. Das ist aber kein Grund verdrießlich zu sein, denn von dem gebrauten Bier, das selbstverständlich auch in allen Punkten dem deutschen Reinheitsgebot entspricht, kann man sich zur Belohnung auch etwas mit nach Hause nehmen
